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Rund 30 Personen trafen sich zu einem informativen Spaziergang entlang des Giessens

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Bei herrlichem Sonnenschein trafen sich am Montagabend rund 30 Personen zu einem informativen Spaziergang entlang des Giessens. Am Start beim Oberfeld erklärte Gemeinderat Walter Strupler am Beispiel des Hochwassers vom 19. Mai 1994 – also auf den Tag genau vor 20 Jahren –dass die Wassermassen der schlecht gepflegten Bäche am Ottenberg und nicht der Giessen für die Überschwemmungen im Dorf verantwortlich waren. Urs Fröhlich von der Fröhlich Wasserbau AG erzählte spannend über die Geschichte des Giessen. Seine Ausführungen zum Bau des Rückhaltebeckens Bodenfeld und die besonderen Anforderungen an eine erfolgreiche Renaturierung mit allen Chancen und Risiken, gaben einen vertieften Einblick an die Anforderungen und die Zusammenarbeit zwischen Kanton und Gemeinde. Fischereiaufseher Markus Grünenfelder erstaunte die Zuhörer mit den Hinweisen auf die erstklassige Wasserqualität, die Artenvielfalt der Pflanzen, der Fische und Edelkrebse, die sich dank Nischen, beruhigtem und beschleunigtem Wasser sehr wohl fühlen. Beim 2. Halt am Bahnübergang Pflegeheim ging Bauamtchef Martin Belz auf die Einmündung des Gontershofenbachs ein und zeigte die realisierte Möglichkeit auf, den Bach auf einer Länge von ca. 130 Metern zu verbreitern, ökologisch aufzuwerten und von einem technischen in ein naturnahes Bachbett zu leiten. Renaturierungen müssen jahrelang intensiv vorbereitet werden, da verschiedene Risiken abgewogen werden müssen. Am Standort katholische Kirche zeigt sich die Möglichkeit auf, den Giessen auf einer Länge von ca. 200 Metern für Menschen und Tiere attraktiv zu gestalten. Solche Chancen sehen im Dorfkern, Halt Nr. 4, leider nicht sehr positiv aus. Der Giessen fliesst durch ein enges Bachbett auf Thurschotter, es droht Versickerung und Destabilisierung der Seitenmauern bei Entfernung bzw. des Betongerinnes. Ausserdem müssen vielfältige Gewässerschutz-, Wasserbau- Sicherheits- und Naturschutzgesetze eingehalten werden. Die vor 20 Jahren bewilligte Überdeckung im Dorfkern mit Fussweg und Platzgestaltung, die wegen Einsprachen nicht realisiert werden konnte, wäre heute wohl nicht mehr erlaubt. Der gemütliche Abschluss im Waldschulzimmer wurde rege für die Diskussion genutzt. Es wurde allen Teilnehmenden klar, dass der Spagat zwischen naturnah/ökologisch und gesetzeskonform/bezahlbar eine grosse Herausforderung für unsere Gemeinde darstellt. Trotzdem waren sich alle Teilnehmenden einig, dass der Giessens in der Zukunft vermehrt für Menschen, Tiere und Pflanzen optimale Lebensbedingungen bieten sollte.

Weinfelden, 21.05.2014 CVP Weinfelden, Annelise Schifferle


Kategorie: Allgemein, Anlässe, Archiv 2014, Thurgau, Weinfelden | Kommentar schreiben

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